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Samstag, 3. November 2018

[Privat] Das Rad dreht sich neu

Samhain ist vorbei. Das Jahresrad hat sein Ende, als auch seinen Anfang erreicht. Das Rad beginnt, sich von neuem zu drehen.

Das Samhain Mahl war -- trotz einigen Ärgers -- ein Erfolg.

Mein Körper mußte sich erst einmal von der doch erheblichen Anstrengung für 6 Personen zu kochen - erholen und der PC gestern aus seiner Endlosschleife von chkdsk geholt werden, dennoch: es war ein Erfolg (Beides).
Eine Herausforderung, die Körper und ich geschafft haben. Meine Gäste waren von dem Gekräuterten Schenkel eines Gegackers (geKRÄutert, nicht geuchert ) begeistert. Die Vorspeise bestand aus einer Teigtasche mit einer (leicht) scharfen Thunfisch-Shrimps-Füllung. Nur etwas dunkler als von mir beabsichtigt, deswegen hielt ich sie für nicht gelungen.
Bei den Teigtaschen ging einiges schief: die Füllung für die Vorspeise hatte sich halbiert, weil der Behälter mit der Füllung meinte umfallen und die Hälfte auf dem Boden verteilen zu wollen und und etliches mehr. Eigentlich reihte sich eine Katastrophe an die andere. Kurz spielte ich mit dem Gedanken, alles hinzuwerfen, verbot es mir und machte einfach weiter. So bald die Taschen fertig und im Ofen waren, hörte auch das aneinanderreihen von "Unfällen" auf.
Auch, wenn es das erste Samhain gewesen, wo es mal nicht so glatt gelaufen ist.
Die Vorspeise wurde dann eben weniger, was auch in Ordnung war. Bei mehr, wäre es keine Vorspeise mehr gewesen :P.

Die einzige, die wirklich etwas davon hatte, war meine kleine Schwester ¬_¬. Sie erhielt Shrimps, Thuna und etwas von dem Fleisch des Schenkels, OHNE sich groß dafür anzustrengen. Sie lag nur mit dem Bauch Richtung Heizung unter ihrem Deckenzelt, wo sie Ruhe hatte.

Der Rest des Abends verlief ganz anders als von mir einkalkuliert. Meine Gäste blieben doch länger als ich es gewohnt war. C. und BeWo lieferten sich eine -- mitunter -- hitzige Debatte in Bezug auf Religion und dessen Mißbrauch, über den Koran bis ... ja ... hmm ... Mein Gehirn schaltete sich irgendwann mittendrin ab und legte eine Pause ein. Ich griff nur noch regulierend ein, wenn der Ton -- mit Blick auf die Uhr -- zu laut wurde.
Dabei fragte ich mich, wie die von Musicals und 12 Ton Musik (nicht Ohren freundlich und einfach nur ...) auf Religion kamen. Vorher war dann noch das Thema Kunst, wo er dann meinte; -- zu einer Filmaufnahme von Joseph Beuys in einer Ausstellung (?) der auf dem Boden lag und tat, was auch immer er tat --; daß es in Tannenhof auch Leute gebe, die das machen. Was Tannenhof nun ist, wollte ich nicht fragen. Auf Grund des Vergleiches mit dem auf dem Boden herum rollenden Beuys, der neben sich Farbe verteilte und sich dann weiter herum rollte, konnte ich es mir so in etwa vorstellen.
Das Thema des Abends war ... Kochen, Kunst, Musik, Religion ... Film. Ich selber steuerte nur hin und wieder etwas bei wie die Hetzjagd der Christen, die ihren Glauben mißbrauchten um alle heiligen Stätten der "Heiden" zu zerstören, da drunter uralte Bäume (häufig waren es Eichen), "Hinkelsteine", Steinkreise etc.. Die Christen, ihren Glauben mißbrauchten und friedliche (!) Druiden und Priesterinnen der Göttin geradezu abschlachteten, weil sie anderen Glaubens waren. Es waren die Christen, die den Bocksbeinigen Pan zu einem Dämonen machten und sein Bildnis dafür einsetzten. Der christliche Glaube, hat im Laufe seiner Existenz sehr viele Blutbäder angerichtet oder sie stillschweigend geduldet und nichts getan (Exodus der Juden im Dritten Reich!), Abschlachtung Andersgläubiger, Hexenverfolgung, der "heilige" Krieg. Ich könnte noch eine Menge mehr aufzählen, doch damit würde ich weit von den Themen an dem Abend abkommen. Die Kirche mag sich von allen "Vergehen und Sünden" freisprechen -- ich nicht! Solange sie weiterhin meinen Pan für ihre Zwecke zu mißbrauchen, ist das Thema noch nicht passé. Doch egal welchen Glauben man angehört; sei es nun Islam, Judentum, Christen: Jede dieser Religionen hält sich für die einzig wahre, die keinen anderen Glauben neben sich duldet!
Dabei, könnte es auch eine sehr gute Co-Existenz geben, wenn man gewillt ist, das Dogma der Bibel, des Koran etc. hinter sich zu lassen. Damals, als das Christentum mit Gewalt und einem blutigen Pfad sich ausbreitete, waren die "Heiden" gewillt, eine Co-Existenz zu bilden, die Christen -- vornehmlich die katholische Kirche! -- nicht. Im Namen ihres Glaubens begangen sie viele, sehr viele Verbrechen und entschuldigten ihre Taten damit. Genau genommen zieht sich das durch fast(!) alle Religionen. Ausgenommen der Glaube und der Weg der Göttin, sowie der Buddhismus (Myanmar ausgenommen!), wurde nie mit dem Blut anderer getränkt, noch ist sie dogmatisch! Der Glaube ist friedlich und frei.

Zu dem Thema Filme steuerte ich dann "Barfuß durch Hiroshima 1 & 2", den Anime bei. Ich erinnerte mich erst sehr viel später, nachdem ich den Anime gesehen habe, daß es in der Comicausstellung etwas dazu zu lesen gab. Ebenfalls, das der Mangaka es selber erlebt hatte und dieses Erlebte gezeichnet hatte. Der Manga, als auch der Anime (die Animes) sollen als Mahnung dienen, daß sich so etwas niemals wiederholt ... [Solange es da eine hellhaarige Pappnase gibt, die einen auf Politiker macht, ist es nur eine Frage der Zeit. Zuzutrauen ist es dem Vollpfosten alle Male, da er ein unberechenbarer, wankelmütiger Despot ist, der so tut als ob, doch in Wirklichkeit keinen Plan hat und es nur allzu gerne Krachen lassen würde ... Wobei es dem dabei egal ist, ob er die restliche Zivilisation mit sich in den Abgrund reißt. Bei dem heißt es wirklich: Nach mir die Sintflut!]
Für mich, war der Anime ... vor allem der erste Teil; wo die verfluchte Bombe auf Hiroshima geworfen wurde; doch sehr ... Erst Hiroshima, dann Nagasaki. Was besonders in mein Herz schnitt, war der grausame Tod des Hundes. Das Zweibeiner dabei umkamen, berührte mich nicht. Aber, die Tiere. Wie es auch jetzt in und um Fukushima herum ist.
Die Zweibeiner haben ihre Fellnasen einfach zurück gelassen, weil es ihnen wichtiger war, ihre eigene Haut zu retten. Katzen die in den Häusern ihrer Zweibeiner ebenso ausharren, wie ... viele andere.
Bei mir stehen jeweils 2 (!) Taschen für den Notfall bereit: eine für meine kleine Schwester und meine eigene! Ich lasse ganz sicher nicht meine kleine Schwester zurück, die mich nun schon lange begleitet und denke nur an meinen Körper. Nein! Als ich sie in mein Leben, in meinen Haushalt geholt habe, habe ich mich damit einverstanden erklärt, für dieses Leben auch Verantwortung zu übernehmen! Diese Verantwortung endet auch bei einer Katastrophe nicht! Egal wie schnell ich die Wohnung und das Haus verlassen muß, es ist immer Zeit genug um an seine Fellnase, Gefiederte Nase zu denken und sie mit sich zu nehmen! Seine eigene Haut zu retten kommt für mich nicht in Frage! ... Bestes Beispiel: vor einigen Monaten gab es einen Bombenalarm, oder eher ein Stein, der sich als Bombe tarnte. An dem Tag hätte ich eigentlich ein Arzttermin gehabt. Da keiner wußte ob Bombe oder nicht, gab es einen Radius, der bei Positiver Meldung evakuiert werden mußte und einen Radius, wo man Fenster und Türen geschlossen halten und die Wohnung nicht verlassen durfte. In dem letzten befand ich mich. Zwei Häuser weiter nach oben nicht mehr. Dieses Haus befand sich noch gerade so in dem Radius. Das Problem, daß ich hatte: würde ich den Termin wahrnehmen und es wäre eine Fliegerbombe, hätte ich bis ca. Mitternacht in einer Turnhalle ausharren müssen und meine kleine Schwester wäre lange allein. Falls es "Bumm" gemacht hätte, wäre ich dann nicht bei ihr gewesen. Ich entschied mich dagegen und blieb in der Wohnung. So war ich auch im Fall des Unfalles an ihrer Seite. Ich wählte da ganz klar meine kleine Schwester! Tiere haben bei mir immer mehr Vorrang, als ein Homo Sapiens! Erst das Tier, dann irgendwann der Zweibeiner, oder auch nicht. -- Wie dem auch sei. Das war und ist nicht Thema des Abends gewesen.

Um Punkt 0 entschieden beide dann, sich zu verabschieden. Danach war ich mit aufräumen beschäftigt und durfte mir eine geschlagene halbe Stunde später von meine kleinen Schwester etwas anhören, die sich lautstark bei mir beschwerte.
Kaum sind die Gäste weg, "kloppt" die Schwache auf die Starke und erzählt erst einmal, was sie davon gehalten hat. Sie hat mich regelrecht "zusammen gestaucht". o_O"
Ist doch immer so ... die Starke leidet unter der vermeintlich Schwachen *seufz* .
Es war mal ein interessanter Abend und ganz anders, als ich es einkalkuliert hatte. Obwohl ... doch eigentlich hatte ich schon mit etwas in der Art gerechnet. Wäre BeWo alleine aufgetaucht, wäre um 22 Uhr der Abend schon zu Ende gewesen. So aber, ging der Abend zwei Stunden länger. Räuchern habe ich ausgelassen. Meinem Körper tat die LWS weh. Die Entzündung dort war -- trotz Schmerzmittel -- deutlich zu spüren, deswegen habe ich meinen Körper die letzten zwei Tage auch einfach (weiter) schlafen und sich erholen lassen. Trotzdem ist er noch immer sehr erschöpft. Ich lerne es einfach nicht ...

Aus meiner Sicht, war das ein wirklich gelungenes Samhain Mahl und damit ein gutes Jahresende.

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Kaoi Masteres

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